Ethische Aspekte der Digitalisierung im Gesundheitswesen

Unter Federführung des TransMIT-Zentrums für angewandte Wirtschafts- und Sozialethik und in Kooperation mit der AGAPLESION gAG, der Universität Bayreuth und der Justus-Liebig-Universität Gießen haben wir uns mit einem Konzept an der Ausschreibung „Ethische Aspekte der Digitalisierung im Gesundheitswesen“ beteiligt.

Die Digitalisierung prägt die gesamtgesellschaftliche Entwicklung und hat bereits zu deutlichen Änderungen der Arbeitswelt, des Kommunikations- und Konsumverhaltens geführt. Auch im Gesundheitswesen schreitet die Digitalisierung voran und erschließt neue Möglichkeiten zur Optimierung von Prävention, Gesundheitsversorgung, Pflege und Patientensicherheit. Vieles spricht dafür, dass der erhoffte Nutzen für die Gesundheit des Einzelnen und der Bevölkerung einhergeht mit wichtigen Impulsen für Forschung und Entwicklung sowie für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland.

Auf Basis des unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Nethöfel beim Institut für Wirtschfts- und Sozialethik (IWS) entwickelten Ethik-Frameworks wurde ein Konzept entwickelt, wie die konzernweite Einführung der Digitalen Patientenakte bei Agaplesion so begleitet und evaluiert werden kann, dass nicht nur eine wissenschaftliche Analyse und Theoriebildung, sondern parallel auch eine exemplarische Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse durchgeführt werden kann. Ziel des Projektes war die Entwicklung und exemplarische Anwendung der Ethik-Frameworks zur multiperspektivisch reflektierten und optimierten Umsetzung einer digitalen Patientenakte.

Dabei standen folgende Aspekte im Vordergrund:

  • Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Betroffenen (Patienten, Mitarbeitende), und welche Verhaltensweisen zeigen sich?
  • Welche erstrebenswerten Vorgehensweisen sind bei der Erhebung und Verwendung digitalisierter Daten im Gesundheitswesen ethisch begründbar?
  • Welche Reflexions- und Verfahrensmuster sind daraus ableitbar, die zu Nachregulierungen und zur Neuformulierung von Regelungen führen, in denen die Rechte der Betroffenen auch unter sich wandelnden technischen, ökonomischen und organisatorischen Rahmenbedingungen gewahrt bleiben?

Nachdem das Konzept bei der Vielzahl an Bewerbern keine Berücksichtigung bei der Förderung durch das BMG fand, erfolgt die Weiterentwicklung und praktische Umsetzung im Rahmen der Forschungsaktivitäten des IWS und der Weiterbildungsangebote des TransMIT-Zentrums für angewandte Wirtschafts- und Sozialethik. Zentraler Bestandteil ist ein Schulungs- und Implementierungsangebot. Die TransMIT steht dabei mit ihrer Akademie für eine nachhaltige und herstellerunabhängige Verfügbarkeit der erarbeiteten Erkenntnisse für alle interessierten Unternehmen und Beteiligten des Gesundheitssektors und anderer Branchen.

Wenn Sie Fragen zum Thema oder Interesse an weiterführenden Angeboten haben, dann können Sie uns einfach eine E-Mail schreiben: stefan.kunkel(at)sagena.de

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