DIN-Workshop

 

Blockchain und Distributed Ledger Technologies

am 29. Januar 2019 von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

DIN e.V., Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin

Ziele der Veranstaltung

  • Überblick zu derzeitigen Normungsaktivitäten im Bereich „Blockchain und DLT“ geben
  • Relevanz und Potential der Normung und Standardisierung darlegen
  • Vorstellung einiger Anwendungsfälle aus der Praxis

Anmeldung per E-Mail bis 14. Januar 2019 erforderlich

Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung an: anja.choyne(at)din.de

 

Weiterführende Informationen

Vielzahl möglicher Anwendungen

Es ist genau der Wegfall der Intermediäre, die Blockchain and distributed ledger tech-
nologies eine schier unendliche Vielzahl von Anwendungsfällen eröffnet.

  • Für den Transfer von Geld benötigen wir keine Banken mehr
  • Für den Kauf von Grundstücken benötigen wir keine Notare mehr
  • Musiker verkaufen ihre Werke ohne Verlage und Gema

Aber die Technologie steckt noch in den Anfängen. Themen wie Stornos oder gegenseitige Verrechnungen zwischen Blockhains sind noch nicht geregelt, was für die Finanzwelt wichtige Funktionen sind. Außerdem stehen große Investitionen an, um die Technologie in der gesamten Breite einzuführen. Hinzu kommt, dass dies Intermediäre in der Regel auch beratende und nicht nur technisch vermittelnde Aufgaben haben und diese kann die Blockchain nicht ersetzen. So ist zurzeit nicht davon auszugehen, dass die Banken und Notare kurzfristig von Blockchains abgelöst werden.

Es ist davon auszugehen, dass es kleine, private Blockchain-Systeme geben wird, die nur von einem begrenzten Kreis von Berechtigten genutzt werden – etwa von Banken und ausgewählten Großkunden oder im Industriebereich von großen Kon-
zernen wie den Automobilherstellern und ihren Zulieferern. Durch das Entstehen von vielen privaten Blockchains wächst die Forderung nach Interoperabilität.

Paradigmenwechsel

Blockchain und Distributed Ledger Technologies fordern ein komplettes Umdenken im Umgang mit den bisherigen Internettechnologien. Und diese sind ja selber noch nicht besonders alt. Es ist auch noch nicht absehbar, was diese neue Technologie alles ermöglicht und ob alles, was technisch damit möglich ist, auch ethisch, moralisch und politisch gewollt ist. Bei den Smart Contracts muss man sich schließlich fragen, ob man bewährte Prinzipien wie der Wahrung des Besitzstandes letztlich aufgeben will. Fest steht aber, hier müssen die unterschiedlichsten Fachrichtungen zusammen an Lösungen arbeiten und bereit sein vorauszudenken, was in wenigen Jahren mit Blockchain alles realisiert werden kann. TechnikKonvergenz, Geschäftsfeld-Konvergenz und eine direkte Verschmelzung von Programm-Code und Verträgen erfordern ein bisher nicht dagewesenes Zusammenarbeiten. Die Basis dafür ist ein gemeinsames Verständnis, eine Terminologie und Ontologie, damit diese hochkom-plexen Systeme erstellt und nicht nur von wenigen „Nerds“ verstanden werden. Damit muss sich auch Normung und Standardisierung heute mit Technologien befassen und Rahmen definieren für etwas, was es heute noch nicht gibt.

Volker Jacumeit, Gruppenleiter „IT und IT-Sicherheit“, DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

(Auszug aus: „Entwicklung der Standardisierung und Interoperabilität von Blockchain“, Tagungsband zum TeleTrust-Informationstag „Blockchain“ am 13.07.2017 in Frankfurt am Main)

Wenn Sie Fragen zum Thema oder Interesse an weiterführenden Angeboten haben, dann können Sie uns einfach eine E-Mail schreiben: stefan.kunkel(at)sagena.de

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